Akupressur

Eine Akupressur tut nicht nur Menschen, sondern auch Hunden gut. Es handelt sich dabei um eine alte, fernöstliche Heilmethode. Die Prinzipien sind die gleichen wie bei der Akupunktur – beide kommen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Nach dieser Lehre strömt die Energie eines Lebewesens durch die „Meridiane“.

Die Akupressur beruht auf der Erkenntnis, dass blockierte Energieströme durch „Pressungen“ (Punktmassage) wieder in Gang gebracht werden. Denn durch einen blockierten Energiefluss wird laut TCM das Lebewesen krank.

In der chinesischen Heilkunde werden 12 Hauptmeridiane erwähnt:
Es gibt 6 YANG-Meridiane, die vom Himmel auf die Erde, also von oben nach unten gerichtet sind und 6 YIN-Meridiane, die entgegengesetzt, also von unten nach oben verlaufen. Diese Meridiane sind spiegelbildlich auf beiden Körperseiten angeordnet und haben unterschiedliche markante „Punkte“. Hinzu kommen weitere Neben- und Sondermeridiane, die alle Meridiane miteinander und untereinander verbinden. In diesen Meridianen fließt bzw. zirkuliert – nach TCM – Energie. An bestimmten „Punkten“ der Meridiane kann durch Akupressur (also durch Druckpunktmassage) oder Akupunktur (d. h. Stimulation durch Nadeln) Einfluss auf diese Energieströme genommen werden.

Die Akupressur kann zum Beispiel

  • die Heilung von Krankheiten unterstützen,
  • den Stoffwechsel anregen,
  • chronische Beschwerden und Schmerzen lindern,
  • für eine verbesserte Durchblutung des Bindegewebes sorgen,
  • körperliche Verspannungen lösen und
  • die psychische Entspannung fördern.
  • Sie kann zudem das Immunsystem stärken und die Selbstheilung stimulieren.

Bei gesunden Hunden kann die Akupressur das Wohlbefinden und die Ausgeglichenheit steigern und Krankheiten vorbeugen. Die Akupressur für Hunde eignet sich zur Vorbeugung bei leichten bis mittleren Erkrankungen und/oder Störungen und kann erfolgreich angewandt werden

  • bei Muskelverspannungen, -verhärtungen, Muskelsteifheit,
  • bei Schmerzen,
  • bei Sensibilitätsstörungen (Muskeln und Nervenbahnen) und
  • zur Beruhigung bei nervösen Hunden.
  • Es können außerdem Sehnen und Gelenke mit Akupressur behandelt werden.

 

Aus der Sicht der chinesischen Medizin ist eine Störung der Lebensenergie meist die Ursache einer Krankheit oder „Störung“ im Körper. Durch die Behandlung der „Punkte“ wird der Energiefluss normalisiert, d. h. Blockaden bzw. Störungen aufgehoben und/oder Schwächen ausgeglichen. Die Akupressur heilt keine Krankheiten, kann jedoch den Heilungsprozess günstig beeinflussen und andere Heilverfahren wirksam ergänzen.

Eine Akupressur kann ggf. auch von einem unerfahrenen Hundebesitzer ausgeführt werden. Lassen Sie sich hierzu von einem Tierarzt oder Physiotherapeuten, der Akupunkturbehandlungen anbietet, die für Ihren Hund „geeigneten“ Akupressur- bzw. Akupunkturpunkte  zeigen. Wichtig für eine Akupressurbehandlung ist, selbst in einer ausgeglichenen Stimmung zu sein, um eine etwaige innere Unausgeglichenheit nicht auf den Hund zu übertragen. Wie stark die entsprechenden Akupressurpunkte gedrückt/massiert oder gerieben werden, hängt vom Hund ab. Reagiert der Hund unwirsch, sollte die Druckstärke verändert werden. Man kann z. B. mit dem Daumen, mit mehreren Fingern oder mit dem Handballen massieren. Generell gilt, dass Akupressur mit dem Uhrzeigersinn für weniger Energie sorgt, bei einer Bewegung gegen den Uhrzeigersinn wird eher Energie zugeleitet.

Die Akupressur kann täglich angewandt werden.

Bitte beachten Sie:
Die Akupressur ersetzt – vor allem bei Erkrankungen und/oder starken Beschwerden – KEINE tierärztliche Behandlung, sondern kann diese positiv unterstützen und ergänzen.

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© Petra Schneider,   info@healthydog.de