Info des Monats ‚August/September‘

Wandern mit Hund

Mit dem Hund wandern zu gehen, ist sicherlich eine der artgerechtesten Formen, seine Freizeit gemeinsam mit seinem Vierbeiner zu verbringen.  Was gibt es Schöneres, als sich mit dem Hund in der Natur, wenn möglich bei herrlichem Wanderwetter, zu bewegen?

Voraussetzung für eine Wanderung oder Wandertour mit einem erwachsenen Hund ist jedoch körperliche Fitness und die Gesundheit des Hundes. Ein Hund mit Gelenks- oder Rückenproblemen und/oder -Erkrankungen bzw. Schmerzen sollte keine zu langen Spaziergänge oder gar Wanderungen machen. Dies ist ebenso ein Tabu für junge,  kranke und/oder alte Hunde. Bei jungen Hunden unter einem Jahr (vor allem bei großwüchsigen Hunderassen) können ggf. durch zu lange Spaziergänge oder Wanderungen Schäden am Bewegungsapparat verursacht werden. Und selbstverständlich sollte auch der gesunde Hund auch eine entsprechende Kondition besitzen, bevor er Sie auf der Wanderung begleiten darf.

Eine weitere Voraussetzung für eine Wandertour ist – zumindest ein Mindestumfang – an Gehorsamkeit, d.h. der Hund sollte die üblichen Grundkommandos beherrschen und sie auch ausführen.

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Nachfolgend eine Reihe von Tipps für das Wandern mit Hund:

  • Bringen Sie vor Ihrer ersten Wandertour Ihrem Hund bei, auf Befehl hinter Ihnen zu laufen. Dies erleichtert das Passieren von Engstellen und das Laufen auf schmalen Pfaden. Ebenso sinnvoll ist es, dass ihr Hund verlässlich anhalten und warten kann. So können z. B. auch mal Hindernisse gefahrlos überwunden werden.
  • Bei Hitze sollten – dem Hund zuliebe – keine Wandertouren unternommen werden.
  • Für Hunde, die Wasser lieben, sollten Sie eine Route aussuchen, die auch mal ein Stück an einem Bach oder Gewässer entlang führt. Ihr wasserliebender Hund wird sich über die Abkühlung (vor allem bei warmen Temperaturen) freuen.

Als Ausrüstung für den Hund benötigen Sie:

  • Ein Halsband oder  Geschirr, welches es dem Hund ermöglicht, sich im Schulterbereich frei zu bewegen,
  • ein sicheres Geschirr empfiehlt sich auf jeden Fall, wenn Sie in bergigem Gelände laufen möchten,
  • eine längere Leine ist sinnvoll, da sie Ihrem Hund mehr Bewegungsfreiheit bietet und auch Hindernisse leichter zu überwinden sind.
  • Vergessen Sie das Trinkwasser für Ihren Vierbeiner nicht…
  • und ein paar Knabbereien für den Hund dürfen auch im Rucksack sein.
  • Auf langen Touren sollte der Hund zwischendurch gefüttert werden.  Dabei ist zu beachten, dass er nach dem Fressen eine längere  Ruhepause benötigt.
  • Ein Handtuch (für den sauberen Hund), falls Sie in einer Hütte oder Gastwirtschaft   einkehren wollen und
  • eine Decke für Ihren Hund sollten Sie dabei haben,
  • ebenso die „Erste-Hilfe-Aus­rüstung“ für den  Vierbeiner.
  • Hunde-Booties (als Pfotenschutz) sind für Hunde mit extrem empfindlichen Pfoten, die nicht gerne bzw. lange über groben Schotter/Geröll laufen wollen/können sinnvoll.
  • Eine platzsparende Möglichkeit, zumindest einen Teil der o.a. Utensilien unterzubringen, ist eine Hunde-Packtasche (oder Hunderucksack). Diese sollten Sie dem Hund jedoch vor der ersten Wanderung angewöhnen. Und, mehr als 1/4 des Körpergewichtes des Hundes darf die gefüllte Packtasche natürlich  nicht wiegen.

 

Wichtig: Planen Sie Ruhepausen für den Hund ein und kontrollieren Sie ab und zu die Pfoten des Hundes – vor allem aber NACH der Wanderung. Entsprechende Pfotenpflegeprodukte können dabei von Nutzen sein.

Nach einer Wandertour freut sich Ihr Hund über eine ordentliche Portion Fressen und viel Ruhe.  Falls Ihr Hund Wandertouren nicht gewohnt ist, sollten Sie ihm ganze Ruhetage gönnen und nicht schon am nächsten Tag weiter wandern.   Und… über eine kleine Wellnessmassage und Extra-Pfotenpflege freut sich ihr Hund bestimmt!

 

Übrigens, falls Sie in einem Alpen-Land wandern möchten, beachten Sie bitte die Einreisebestimmungen:

  • Österreich:  Tierärztl. Tollwutimpfbescheinigung (Tollwutimpfung muss mind. 30 Tage vor Einreise erfolgen und darf nicht älter als 12 Monate sein); bescheinigt im Heimtierausweis, der mitzuführen ist. Auch ein  Maulkorb und eine Leine müssen immer mitgeführt werden.
  • Schweiz: Tollwutimpfung vor mind. 30 Tagen und höchstens 1 Jahr (bescheinigt im Heimtierausweis)

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© Petra Schneider,   info@healthydog.de