Info des Monates ‚Oktober‘

Eine kleine „Anatomie-Lehre“ für wissbegierige Hundebesitzer u.a.

Immer wieder kommen Hundebesitzer in meine Praxis, erzählen, ihr Hund hätte Knieprobleme und zeigen dabei auf den Ellbogen…

Mit einer kleinen „Eselsbrücke“ kann man sich besser merken, wo welche Gelenke sitzen:  Der Hund läuft – wie wir wissen – im Gegensatz zum zweibeinigen Menschen – auf vier Beinen.  Würde man den Hund aufrecht auf die Hinterbeine stellen, wären die Vorderbeine vergleichbar mit den Armen des Menschen, die Vorderpfoten wären die Hände. Somit ist auch klar, die Ellbogengelenke befinden sich an den „Armen“ (Vorderlauf beim Hund), die Kniegelenke an den „Beinen“ (Hinterlauf beim Hund).

Nachfolgendes Bild zeigt auf, wo sich die Gelenke beim Hund befinden und wie sie heißen:

Nimo_Gelenke

Somit befinden sich am Vorderlauf/Arme (von oben nach unten, jeweils links und rechts:
–  das Schultergelenk (lat. Art. Humeri)
–  das Ellbogengelenk (lat. Art. Cubiti)
–  das Vorderfußwurzelgelenk (auch Carpalgelenk genannt: lat. Art. Manus) und
–  die Fingergelenke, d.h. Zehengelenke an den Pfoten

Am Hinterlauf/Beine befinden sich (von oben nach unten, jeweils links und rechts am Hinerlauf):
–  das Hüftgelenk (lat. Art. Coxae)
–  das Kniegelenk (lat. Art. Genus)
–  das Sprung- (oder Tarsal-)gelenk (lat. Art. Tarsi) und
–  die Zehengelenke (Pfoten)

Die gelenkige Verbindung zwischen der hinteren Wirbelsäule und dem Becken nennt sich Darm-Kreuzbein-Gelenk (oder Iliosacralgelenk).
Am Kopf befinden sich noch (beidseitig) die Kiefergelenke (lat. lat. Articulatio temporomandi-bularis).

Auf der u.a. Abbildung sind zudem noch die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte sichtbar gemacht und die wichtigsten (Röhren-)Knochen und Knochenpunkte bezeichnet (in schwarzer Schrift):

Skelett_Nimo_A

 

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© Petra Schneider,   info@healthydog.de